In Vielfalt gemeinsam 2024

PowerPoint und Postkarte, Pop und Plakate

Ein Vormittag im Zeichen der Vielfalt im Wilhelm-Normann-Berufskolleg

„Keine Sorge, ich mache es kurz.“ Mit diesen Worten zur Begrüßung eröffnete Schulleiter Bernd Koch um 9.35 Uhr die Veranstaltung in der Pausenhalle des Wilhelm-Normann-Berufskollegs. In den Minuten zuvor waren Stühle gerückt, Absprachen getroffen, letzte Einstellungen an der Technik vorgenommen worden. Jetzt kehrte Ruhe ein und damit Konzentration auf das Thema der folgenden 90 Minuten: „In Vielfalt gemeinsam - gegen Rassismus und andere Formen der Diskriminierung“.

In Zeiten der Feindseligkeiten auf vielen Ebenen - global, regional, auch in den Schulen - gelte es „Vielfalt nicht nur zu akzeptieren, sondern im Interesse der Gemeinschaft zu nutzen“, so der Schulleiter. Entsprechend vielfältig und abwechslungsreich fiel die Bearbeitung des Themas durch die Mitwirkenden aus: PowerPoint und Postkarte, Pop und Plakate, Vortrag, Gespräch und Diskussion. Die Botschaft des Vormittags lautete: jede und jeder zählt, alle wollen gesehen werden, alle werden gesehen. Unabhängig von Religion und Konfession, Nationalität und Ethnizität, Sexualität und Asexualität.


„Wer sind wir? Woher kommen wir?“ Die Klasse BFH 31 präsentierte die Ergebnisse einer Umfrage. Konkrete Erfahrungen im Umgang mit „Diskriminierung“ und „Benachteiligung“ im Alltag machten die Klassen TAG 3 und AHR 2 auf der Bühne erlebbar. Visuell mit einer vielfältigen Postkartenserie hatte sich die AHR 1 dem Thema zugewandt. Nicht zuletzt stellte sich „Claire“ den Fragen der Schülerinnen und Schüler aus der AG 26 zum Thema „Geschlechteridentität“.


Für den Soundtrack an diesem Vormittag sorgte „Singer-Songwriter“ Tony Kaltenberg mit überraschend gestrigen und nostalgischen Tönen, einer Mischung aus Westcoast Pop und hawaiianischer Ukulele: Sunny days, Kiss the sky und The nice one, ein Plädoyer dafür, sich selber zu finden und auszuleben.

Der Wunsch danach stößt dort an eine Grenze, wo Wünsche und Bedürfnisse der vielen anderen gesehen werden wollen. In Artikel 7 der Landesverfassung Nordrhein- Westfalen heißt es etwas angestaubt, aber hochaktuell: „Die Jugend soll erzogen werden im Geiste der Menschlichkeit, der Demokratie und der Freiheit, zur Duldsamkeit und zur Achtung vor der Überzeugung des anderen, zur Verantwortung für Tiere und die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, in Liebe zu Volk und Heimat, zur Völkergemeinschaft und Friedensgesinnung.“ Dem ist kaum etwas hinzuzufügen. Das neue Schulprogramm des Wilhelm-Normann-Berufskollegs zitiert die Landesverfassung in
seiner Präambel.

 

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