Konzept Distanzunterricht

Pädagogischer und organisatorischer Plan zur lernförderlichen Verknüpfung von Präsenz- und Distanzunterricht am Wilhelm-Normann-Berufskolleg

Stand 18.12.2020

In Anlehnung an die QUA-LiS NRW Vorlage vom 17.08.2020

 

1. Regel-Stundenplangestaltung

  • Der Unterricht wird in der Regel als Präsenzunterricht nach Stundentafel erteilt. (VO §2 Abs. 1)

Personaleinsatz

  • Der Personaleinsatz erfolgt in Anpassung an die jeweilige Situation.
  • Eine gleichmäßige Verteilung der Arbeitsbelastung in besonderen Situationen wird angestrebt, um eine Überlastung einzelner zu verhindern „Lehrergesundheit“.
  • Der Einsatz im fachfremden Unterricht wird weitestgehend vermieden.
  • Das nichtpädagogische Personal arbeitet in Teams wechselseitig im Home-Office

Organisation des Unterrichtsbeginns

  • Teilzeitklassen beginnen regulär zur 1. Stunde (7:40)

Ausnahmen bilden hier teilweise die Teilzeitklassen im Blockmodell sowie die Landesfachklassen, die aufgrund der langen Anfahrtswege erst zur 3. Stunde (9:30) beginnen und entsprechend später enden.

  • Der Unterrichtsbeginn der Vollzeitklassen variiert von der 1. bis 3. Stunde, um den Schulstart zu entzerren.

Aussagen zu einzelnen Fächern

  • Der Sportunterricht wird soweit möglich im Freien erfolgen. Den Sportlehrern steht neben einer Sporthalle zudem der Klassenraum der Klasse zur Verfügung, sodass jederzeit Theorieunterricht erteilt werden kann.

Änderungen in der Raumplanung

  • Der Raumplan wurde dahingehend überarbeitet, dass jede Klasse nach Möglichkeit einen eigenen Klassenraum hat. Da das neue Raumkonzept auch Fachräume bindet, können die Klassenräume der Klassen von Tag zu Tag wechseln, so kann auch weiterhin Fachunterricht in den dafür vorgesehenen Räumen erteilt werden.
  • Einzelne Räume (Werkstätten, PC-Räume) können an einem Tag von mehreren Klassen genutzt werden, wenn zwischen den Unterrichten genügend Zeit zum Lüften und Reinigen ist.
  • Schülerinnen und Schüler, die in einen Raum kommen, in dem zuvor bereits Unterricht stattfand sind dazu angehalten ihre Tische und Stühle selber auch noch einmal zu reinigen.
  • Raumwechsel werden weitestgehend vermieden.
  • Die PC-Räume können außerhalb des IT-Unterrichts nur noch für Schulungen von Klassen zur Vorbereitung auf den Distanzunterricht gebucht werden. Hier sind unbedingt Sitzpläne zu erstellen.
  • Es gelten feste Sitzpläne für die Klassen- und Fachräume. Diese sind im Klassenbuch vorzufinden und müssen zur Dokumentation in einem Ordner im Schulbüro wie auch digital im Lehrerlaufwerk vorliegen.

Änderung der Pausenzeiten und Aufsichten

  • Die Pausenzeiten wurden gemäß des Lüftungskonzeptes so verändert, dass alle Pausen nach Doppelstunden mind. 15 Min. lang sind. In den Pausen sind alle Fenster weit zu öffnen. Die Tür zum Flur bleibt offen.
  • Die Anzahl der Pausenaufsichten wurde erhöht. So gibt es zusätzliche Gebäudeaufsichten während der Pausenzeiten, die sicherstellen, dass keine Schülerinnen und Schüler in der Pause in den Klassenräumen verbleiben.

Änderungen im Schulalltag

  • Die aktuellen Verhaltens- und Hygieneregeln (vgl. wnb-herford.de) sind zu beachten.
  • Der Publikumsverkehr wird weitestgehend eingeschränkt. Besucher müssen bei der Schulleitung angemeldet werden und sind in den Sitzplänen zu erfassen.
  • Das Schulbüro darf von der Pausenhalle wie auch vom Lehrertrakt aus nur noch jeweils von einer Person betreten werden.
  • Ansammlungen im Lehrerzimmertrakt sind zu vermeiden.
  • Der Lehrerarbeitsraum darf nicht von mehr als 5 Personen gleichzeitig genutzt werden.
  • Die Kaffeebuden der Abteilungen dürfen nicht mehr genutzt werden, da sie zu klein sind.
  • Veranstaltungen werden nur noch eingeschränkt und unter strenger Einhaltung der Hygienemaßnahmen und Dokumentation der Teilnehmer durchgeführt.

Vorüberlegungen zu möglicher Sonder-Stundenplangestaltung

  • Der Präsenzunterricht wird solange wie möglich aufrechterhalten.
  • Sobald möglich erfolgt die Teilung großer Klassen zugunsten der Abstandsregeln.
  • Lehrerinnen und Lehrer, die nicht eingesetzt werden können und die auch nicht vertreten werden können unterrichten mit räumlicher Distanz in engem und planvollem Austausch der Lehrenden und Lernenden. Der Distanzunterricht ist Teil des nach den Stundentafeln vorgesehenen Unterrichts. VO §2 Abs. 2
  • Die Einrichtung von Distanzunterricht erfolgt nach Abwägung der Gesamtsituation z. B. anhand folgender Kriterien: Alter, Selbstständigkeit, soziale Bedürfnisse und Erfahrung der Schülerinnen und Schüler, Abschluss-/ Prüfungsklassen, vgl. HR 3.2.1.
  • Der Plan zur Organisation des Distanzunterrichts sieht u.a. einen modifizierten Personaleinsatz vor z.B. Teamteaching in gemeinsamer Verantwortung und enger Abstimmung. VO §3 Abs. 3
  • Schülerinnen und Schüler, können in Einzelfällen die Selbstlernzentren unter Einhaltung der Hygieneregeln zur Teilnahme am Distanzunterricht nutzen.
  • Das Beratungsangebot für einzelne Schülerinnen und Schüler wird ausgebaut „Übergangsmanagement“.
  • Die Öffentlichkeitsarbeit des WNB wird zur Präsentation der Bildungsangebote um einen Instagram und einen WhatsApp Account erweitert.
  • Zusätzliche Sprachförderkurse werden unter Einhaltung der Hygieneregeln und Dokumentationspflicht angeboten.

 

2. Vorbereitung von Distanzunterricht im Rahmen des Präsenzunterrichts

Plane den Unterricht stets so, dass er mit möglichst wenigen Änderungen sowohl im Präsenz- als auch im reinen Distanzunterricht oder im Blended Learning lernförderlich umsetzbar ist.

Die Unterrichtsgestaltung folgt der didaktischen Maxime, vgl. HR 4. Als Ausgangspunkt dient ein didaktisches Reflexions- und Unterstützungsangebot, das im Kern aus sechs Impulsen für das Lernen auf Distanz besteht. (Axel Krommer, Philippe Wampfler, Wanda Klee)

  1. So viel Empathie und Beziehungsarbeit wie möglich, so viel Tools und Apps wie nötig.
  2. So viel Vertrauen und Freiheit wie möglich, so viel Kontrolle und Struktur wie nötig
  3. So viel einfache Technik wie möglich, so viel neue Technik wie nötig
  4. So viel asynchrone Kommunikation wie möglich, so viel synchrone wie nötig.
  5. So viel offene Projektarbeit wie möglich, so viele kleinschrittige Übungen wie nötig.
  6. So viel Peer-Feedback wie möglich, so viel Feedback von Lehrenden wie nötig.

Technische Ausstattung

  • Die technische Ausstattung der Schülerinnen und Schüler wird über eine MS FORMS-Umfrage klassenweise durch die Klassenlehrer erfragt und systematisch dokumentiert, damit den Schülerinnen und Schülern im Bedarfsfall zeitnah z. B. ein Leihgerät zur Verfügung gestellt werden kann.
  • Lehrkräfte, die für ihren Distanzunterricht eine zusätzliche technische Ausstattung benötigen können diese zeitweise buchen z. B. Raum-Mikrofon, Laptop.

Absprachen im Kollegium zu methodisch-didaktischen Entscheidungen

  • Schülerinnen und Schüler werden systematisch auf das selbstständige Arbeiten vorbereitet.
  • Die Klassen nehmen an Schulungen zur technischen Vorbereitung auf das Distanzlernen teil.
  • Die Schülerinnen und Schüler werden sozial vorbereitet, indem ihnen Unterstützungsangebote aufgezeigt werden. „Lern-Tandems“, HR 3.2.4.2.

Organisation von Distanzunterricht

  • Die Bereitstellung von Materialien wird über MS Teams sichergestellt.
  • Verbindliche Absprachen z. B. zur Kommunikation, Teilnahme an Videokonferenzen und Einreichung von Endprodukten werden getroffen.
  • Absprachen in Klassenteams erfolgen, um z. B. das Arbeitspensum der Schülerinnen und Schüler gleichmäßig verteilen zu können und die gemeinsame Betreuung der Klassen sicherzustellen.
  • Die Lehrkräfte etablieren eine Feedbackkultur und bieten Beratungen an.
  • Die Lernerfolgsüberprüfungen werden nach Möglichkeit im Präsenzunterricht, in Ausnahmefällen im Distanzunterricht durchgeführt. Die Leistungsbewertung wird transparent gemacht, vgl. HR 3.5.

Plan für den Fall einer Schulschließung

  • Kommunikationsstrukturen zwischen Schulen, Elternhäusern und Betrieben sind festgelegt.
  • Festlegung von verbindlicher Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern.
  • Weiterführende organisatorische Aspekte des Distanzunterrichts werden berücksichtigt.

 

3. Einbindung von Lernenden in Distanz / Einsatz von Lehrenden in Distanz

Einbindung von Lehrenden und Lernenden mit attestierter Risikoeinschätzung

Lehrkräfte in Distanz: Die Erteilung von Distanzunterricht sowie die Übernahme schulorganisatorischer Aufgaben für Lehrkräfte, die nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden können soll möglichst transparent gemacht werden und wenn möglich im Stundenplan abgebildet werden, vgl. HR 3.2.5.1.

Einzelne Schülerinnen und Schüler in Distanz: Schülerinnen und Schüler, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können müssen in Distanz unterrichtet werden. Entscheidend sind die Transparenz des Vorgehens und die verbindliche, regelmäßige Kommunikation. Bei Unterrichtsszenarien mit Phasen von Distanzunterricht bedarf es einer nachvollziehbaren und verbindlichen Unterrichtsdokumentation, vgl. HR 3.2.5.2.

Mögliche Szenarien

Szenario 1 Einzelne Schülerinnen und Schüler müssen in Quarantäne

Diese Schülerinnen und Schüler sind in Distanz zu unterrichten.

Szenario 2 Eine ganze Klasse muss in Quarantäne

Die Klasse ist von allen Lehrkräften zur regulären Unterrichtszeit in Distanz zu unterrichten. Die Lehrkräfte stehen den Schülern über MS Teams zur Verfügung. Den Lehrkräften stehen hierfür die regulären Klassenräume zur Verfügung.

Szenario 3 Einzelne Schülerinnen und Schüler müssen dauerhaft in Distanz unterrichtet werden

Diese Schülerinnen und Schüler sind in Distanz zu unterrichten.

Szenario 4 Einzelne Lehrkräfte müssen in Quarantäne

Diese Lehrkräfte unterrichten ihre Klassen zur regulären Unterrichtszeit in Distanz und sind für die Schüler über MS Teams erreichbar. Die Aufsicht der Klassen wird in Absprache geregelt „Lehr-Tandems“ und über den Vertretungsplan abgebildet.

Szenario 5 Mehrere Lehrkräfte z.B. einer Abteilung müssen in Quarantäne

Diese Lehrkräfte unterrichten ihre Klassen zur regulären Unterrichtszeit in Distanz und sind für die Schüler über MS Teams erreichbar. Die Aufsicht der Klassen wird in Absprache geregelt „Lehr-Tandems“ und über den Vertretungsplan abgebildet.

Szenario 6 Einzelne Lehrkräfte müssen dauerhaft auf Distanz unterrichten

Die Unterrichtsstunden werden im Stundenplan nach Möglichkeit so gelegt, dass die Lehrkraft z.B. ihre Klassen nachmittags auf Distanz unterrichtet, so können die Schülerinnen und Schüler von Zuhause aus am Distanzunterricht teilnehmen. Diese Vorgehensweise hat sich bereits bewährt, muss jedoch im Einzelfall überprüft werden.

Szenario 7 Schulschließung

Im Falle einer kompletten Schulschließung muss sichergestellt werden, dass alle Lehrkräfte auf Distanz unterrichten können und dass alle Schülerinnen und Schüler am Distanzunterricht teilzunehmen können. Die Lehrkräfte wie auch Schülerinnen und Schüler wurden in zahlreichen Mikrofortbildungen für diesen Fall im Umgang mit MS Teams geschult und haben den Umgang mit der Lernplattform im Unterricht erprobt.

 

Vorüberlegungen zur eigenen Vorbereitung auf die einzelnen Szenarien

Die folgende Auflistung bietet eine Reihe Tipps und Hinweise zur Vorbereitung der Lehrkräfte auf das Distanzlernen.

Kommunikationsstruktur

  • Im Quarantäne- bzw. Corona-Fall einer Schülerin / eines Schülers ist zunächst die Schulleitung zu informieren. Das weitere Vorgehen folgt einem festgelegten Ablaufplan auf Ebene der Schulleitung / Schulverwaltung / Bereichsleitung unter Einbeziehung der Klassenleitung sowie der in der betroffenen Klasse unterrichtenden Lehrkräfte.
  • Im Quarantäne- bzw. Corona-Fall einer Lehrkraft sind die Schulleitung wie auch die Vertretungsplanung zu informieren. Das weitere Vorgehen folgt einem festgelegten Ablaufplan auf Ebene der Schulleitung / Schulverwaltung / Bereichsleitung.
  • Aufgabenverteilung / Zuständigkeiten / Wer macht was? / Wer informiert wen?

Dauer der Maßnahmen

  • Über welchen Zeitraum greifen die Maßnahmen?
  • Ab dem ersten Tag der quarantänemaßnahmen findet Distanzlernen nach Stundenplan statt.

Technische Voraussetzungen

  • Verfügbarkeit von digitalen Endgeräten und Peripheriegeräten
  • Erforderliche Leihgeräte
  • Internetverbindung
  • Festlegung erforderlicher Apps im Unterricht (Apps: MS Teams, WORD, PowerPoint, …)
  • Realisierbarkeit von Videokonferenzen (Kamera, Mikrofon)
  • Ruhiger Platz zum Arbeiten

Lern- und Lehrstrukturen schaffen

  • Lern-Tandems
  • Lehr-Tandems

Classroom-Management im Distanzlernen

  • Austausch von Unterrichtsmaterial z. B. über Teams
  • Aufgabenstellungen mit verbindlichen Abgabeterminen
  • Kontaktaufnahme / Erreichbarkeit der Lehrkräfte über MS Teams zur normalen Unterrichtszeit
  • Rituale z.B. Videokonferenz zu Beginn des Unterrichts
  • Motivation im Distanzlernen / Feedback geben
  • Transparente Leistungsbewertung

Stunden- und Vertretungsplanung im Distanzlernen

  • Vertretungsregelungen für Lehr-Tandems
  • Aufsichtspflicht im Lernen auf Distanz
  • Raumkonzept / Belegungsplan / max. Schülerzahl pro Raum
  • Achtsamkeit und Lehrergesundheit stehen in engen Zusammenhang mit den zu ergreifenden Maßnahmen

Lehrerfortbildung / Technischer Support im Distanzlernen

  • Fortbildungsangebote zum Distanzlernen
  • „Digital Coaches“ Teams Sprechstunde / Schulungen
  • Pädagogische Tage - Fobizz Fortbildungsangebot zum Digitalen Lernen

 

4. Kommunikation

Meldung von Quarantäne- und bestätigten Coronafällen

  • Quarantäne- und bestätigte Coronafälle in den Klassen, wie auch im Kollegium sind der Schulleitung zu melden.
  • Verdachtsfälle sind in Absprache mit der Schulleitung abzuklären.
  • Die Schulleitung klärt in Absprache mit dem Gesundheitsamt das weitere Vorgehen.
  • Die Schule unterstützt das Gesundheitsamt soweit möglich bei der Benachrichtigung von Personen.
  • Für die Wochenenden sind Bereitschaftsdienste (Schulleitung, Schulverwaltung, Bereichsleiter) zur Unterstützung des Gesundheitsamtes bei der Benachrichtigung von Personen eingerichtet.
  • Die Lehrkräfte einer Klasse sind über Quarantänefälle unter den Schülerinnen und Schülern zu informieren, um Distanzunterricht anbieten zu können.
  • „Meldekette“

Kommunikation im Kollegium (vgl. HR 3.4.1)

  • Teambildung (vgl. HR 3.2.4.1)
  • Gestaltung von Lehrerkonferenzen
  • Die Bildungsgangs- und Fachkonferenzen haben in diesem Schuljahr bereits sehr früh getagt, sodass bereits erste Entscheidungen zum Distanzlernen getroffen werden konnten.
  • Der kollegiale Erfahrungsaustausch z.B. über erste Erfahrungen im Distanzlernen wird soweit möglich - auch auf Distanz - aufrechterhalten, um gemeinsame Ressourcen besser nutzen zu können.

Kommunikation zwischen Schulleitung / Schulverwaltung und Kollegium

  • Die Schulleitung informiert alle Beteiligten regelmäßig per Mail über aktuell anstehende Veränderungen.
  • Die Kommunikation in Einzelfällen erfolgt persönlich (ggf. per Telefon oder Videokonferenz)

Kommunikation mit Eltern und Betrieben (vgl. HR 3.4.3)

  • Eltern und Betriebe werden über aktuelle Veränderungen informiert.
  • Eltern und Betriebe werden bei Bedarf zum weiteren Vorgehen beraten.
  • Aktuelle Informationen sind der Homepage zu entnehmen.

Einbindung der Steuergruppe in Schulentwicklungsprozesse (vgl. HR 3.6)

  • Das Medienkonzept wird im Hinblick auf die sich verändernden Anforderungen aus dem Distanzlernen überarbeitet.
  • Die Steuergruppe führt eine prozessbegleitende Evaluation durch.

 

5. Leistungsbewertung

Möglichkeiten von Leistungsbewertung im Distanzunterricht

Zur Leistungsbewertung von Distanzunterricht können folgende Punkte herangezogen werden:

Sonstige Mitarbeit

  • Teilnahme am Unterricht per Video-/Audiokonferenz, Wortbeiträge quantitativ und qualitativ.
  • Referate/Präsentationen als Einzelarbeit oder Gruppenarbeit.
  • Hochgeladene Fotos oder Dateien von Zeichnungen, Bildern oder Skizzen.
  • Bearbeitete und abgegebene/hochgeladene Aufgaben, diese können auch die schriftliche Leistung ergänzen.

 Schriftliche Leistungsnachweise:

  • Klassenarbeiten/Klausuren werden in Präsenz geschrieben und können sich auf Inhalte des Distanzlernens beziehen. Es sollte mind. eine Klassenarbeit geschrieben und durch die sonstigen Leistungen ergänzt werden.
  • Einrichtung von Klausurtagen oder Klausurwochen in Präsenz unter Beachtung der Corona-Regeln, wenn möglich.
  • Schriftliche Leistung in Form einer individuellen Aufgabe (s. Sonstige Mitarbeit).

 

6. Individuelle Förderung

Individuelle Förderung im Distanzunterricht

Um Schülerinnen und Schüler individuell auch während des Distanzunterrichts zu fordern und zu fördern bestehen folgende Möglichkeiten:

  • Binnendifferenzierte Aufgabenstellungen.
  • Fachaufgaben sprachsensibel gestalten.
  • Gruppen mit unterschiedlich leistungsstarken Schülerinnen und Schülern anlegen, um bestimmte Inhalte zu erarbeiten (gegenseitige Hilfestellungen).
  • Zeitfenster für Einzel- und Gruppengespräche einbauen.
  • Gespräche mit einzelnen Schülerinnen und Schülern.
  • Hinzuziehen des Schulsozialarbeiters.

 

7. Anlage: Mögliche Lernformen im Distanzunterricht

Auszüge aus der Handreichung zur chancengerechten Verknüpfung von  Präsenz- und Distanzunterricht im Berufskolleg

  • Synchrones Unterrichtsformat bedeutet, dass die Kommunikation und der Austausch während des Lernens für alle Beteiligten (in Präsenz und Distanz) gleichzeitig stattfinden.
  • Asynchrones Unterrichtsformat bedeutet, dass der Kommunikationsprozess der Beteiligten nicht zur selben Zeit, sondern zeitlich versetzt stattfindet.
  • Blended Learning / hybrides Lernen bezeichnet die Kombination klassischen Präsenzunterrichts und virtuell gestützten Distanzunterrichts mittels verschiedener Methoden, Sozialformen und Medien.
  • LMS (Lernmanagementsysteme) sind webbasierte Lernplattformen sie unterstützen Lehr-/ Lernprozesse z. B. im Distanzunterricht und helfen bei der Verwaltung und Distribution der Unterrichtsmaterialien sowie Nutzerdaten und können Kommunikationsmöglichkeiten bieten.
  • Flipped Classroom stellt ein didaktisches Konzept des integrierten Lernens dar, in dem Lernangebote im asynchronen Distanzunterricht in aufbereiteter Form z. B. als Video zur Verfügung gestellt werden und eine synchrone Phase für die Anwendung genutzt wird.
  • Web-Seminar bezeichnet eine Unterrichtseinheit, die in einem virtuellen Raum stattfindet und über das Internet abgehalten wird. Hierbei wird z. B. ein Vortrag, eine Präsentation, eine Bildschirmübertragung oder eine Aufgabe meist mit Hilfe von Videotechnik online übertragen.
  • Videokonferenzen sind synchrone Informationsaustausche. Dazu werden eine Kamera und ein Mikrofon als Eingabegeräte sowie ein Bildschirm und ein Lautsprecher oder Kopfhörer als Ausgabegeräte sowie ggf. Laptop mit entsprechender Software oder Handy mit geeigneter App benötigt. Die Datenübertragung erfolgt über das Internet.
  • Kollaboratives Arbeiten hier bearbeiten alle Beteiligten gemeinsam und gleichzeitig ein Projekt. Prozesse, in denen gemeinsam etwas erstellt wird, sind nicht mehr so gestaltet, dass die Arbeit unter den Beteiligten aufgeteilt wird und später additiv zusammengesetzt, sondern mehrere Personen erstellen gemeinsam etwas z.B. über MS Teams.
  • Online- oder Tele-Tutoring hier unterstützt eine Lehrkraft oder ein „Digital Coach“ die Lernenden bei Fragen (bspw. Technik, Aufgabe). Im Sinne eines virtuellen Classroom-Managements wird auch dafür gesorgt, dass sich Lernende in der virtuellen Lernumgebung zurechtfinden, Kommunikationsregeln (Netiquette) eingehalten und Interaktionen sinnvoll gestaltet werden.
  • Flex-Modell Blended-Learning-Konzept, in dem die Lernmaterialien online zur Verfügung gestellt und selbständig bearbeitet werden. Bei Bedarf können Lehrkräfte kontaktiert werden, um Beratung bzw. Hilfestellung zu geben. Dieser Support wird flexibel an die Erfordernisse der Lernenden angepasst, er kann bspw. online als Videokonferenz oder offline als reale Begegnung realisiert werden. Dieses Modell stellt vergleichsweise hohe Anforderungen an die Selbstständigkeit der Lernenden, die ihre Kompetenzen eigenständig entwickeln.
  • BYOD (Bring Your Own Device) hier werden im Unterricht private mobile Endgeräte wie Laptops, Tablets oder Smartphones seitens der SuS, aber auch der LuL genutzt und ihnen wird Zugang zum Netzwerk der Schule gewährt.

 

8. Quellen / Rechtsgrundlagen / weiterführende Literatur