Verkehrssicherheitstag im Berufsschulzentrum am 8. Juli 2019

Unsere Straßen werden immer voller, die Autos immer PS-stärker und schneller. Für junge Fahrer werden damit die Herausforderungen im Verkehr immer größer. Erschwerend hinzu kommt die ständige Erreichbarkeit und Nutzung des Handys auch im Straßenverkehr. Handy und Auto schließen sich im Straßenverkehr eigentlich aus. Trotzdem wird es immer mehr zu einem Kavaliersdelikt, wenn ich schnell während der Fahrt eine Nachricht versende.

Schon viele junge Menschen kostete diese Einstellung das Leben.

Um auf diese und andere knifflige Situationen im Straßenverkehr aufmerksam zu machen, haben die drei Schulen im Berufsschulzentrum, das Anna-Siemsen-Berufskolleg, das Friedrich-List-Berufskolleg und das Wilhelm-Normann-Berufskolleg zum zweiten Mal einen Verkehrssicherheitstag ausgerichtet. Die drei Berufskollegs in der Hermannstraße haben sich zusammengeschlossen, um einen Beitrag zum Thema Verkehrssicherheit zu leisten. Der Kreis Herford unterstützt die Schulen dabei finanziell. Landrat Jürgen Müller begrüßte die Jugendlichen und ihre Lehrer am Montagmorgen auf dem Schulhof.

Am Montag konnten sich etwa 200 Schülerinnen und Schüler auf dem Gelände der Berufskollegs durch den ADAC, die Polizei, die Dekra und die Pflegeschulen des Klinikum Herfords über Unfallschwerpunkte und Gefahrenmomente im Straßenverkehr informieren. Dazu gehörten u.a. ein Überschlagssimulator, ein realer Bremsversuch mit einem schweren Fahrzeug und ein Ablenkungsparcours. Im Ablenkungsparcours konnten die Teilnehmer auf einem Go-Kart zwei Runden über den Schulhof fahren, zunächst eine ohne Handy, dann eine mit Handybenutzung. Der Unterschied war eindrucksvoll. Schülerinnen und Schüler konnten praktisch ausprobieren, um eigene -im wahrsten Sinne des Wortes- Grenzen zu erfahren und dabei für die eigene Einstellung im Straßenverkehr sensibilisiert zu werden.

Mit der Polizei wurde u.a. eine Radarmessung durchgeführt, dies führte zu einigen scharfen Bremsmanövern der Autofahrer auf der Hermannstraße.

Die technikaffinen Azubis aus der Landwirtschaft passten im Kurzseminar der Dekra besonders auf, hier wurden unzulässige Veränderungen an PKW und Motorrädern und deren rechtliche Folgen thematisiert. Die Pflegeschule des Klinikums frischte Erste-Hilfe-Maßnahmen am Unfallort auf.

Am Ende des Tages wurde es dann ganz still. Die Schülerinnen und Schüler erlebten den „Crash-Kurs“ der Polizei NRW. Neben einigen realen Bildern von Unfällen im Kreis Herford bewegten die Berichte von Rettungskräften die Gemüter. Eine Polizeibeamtin, ein Feuerwehrmann, ein Notarzt und ein Unfallseelsorger berichteten von schrecklichen Unfällen und ihren ganz persönlichen Eindrücken.

Die Fortsetzung des Projekts im nächsten Jahr ist geplant.