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Vorurteile - Begriffsdefinition
Geben Sicherheit in unübersichtlichen Situationen. Sichern Herstellung und Aufrechterhaltung von Selbstwertgefühl.
Dienen der Gruppenbildung durch Ein- und Ausgrenzungen .Verschiedene Konzepte teilen sie ein in Eigen- und Fremdgruppen.
Rechtfertigen Herrschaftsausübung, wobei sich Majoritäten und Minoritäten und ein Machtgefälle herausstellt.
Vorurteile dienen der Stabilisierung von Herrschaftsverhältnissen durch Bereitstellung von Sündenböcken und Mythenbildung.
Vorteile von Rechtsextremisten zielen darauf ab, einen totalitären Staat zu bilden, in dem keine Ausländer geduldet werden, und sie deshalb meist durch Vorurteile ("Pöbeleien") vertrieben werden sollen. Diese dienen dann der Identifikation und von Eigen- und Fremdgruppen und der Konzeption von Vorurteilen.
In der Literatur: Im Struwwelpeter (1845) bekommen Kinder einen falschen Einblick: Der Nikolaus spricht zu den Kindern: "Ihr Kinder, hört mir zu, und lasst den Mohren hübsch in Ruh! Was kann denn dieser Mohr dafür, das er so weiß nicht ist wie ihr"? In der Rockmusik kommt der Rassismus in Liedertexten kommt noch brutaler zum Ausdruck, im z.B. 1996 verbotenen "Afrikalied" , in dem Schwarzafrikaner mit Affen gleichgesetzt werden und per Schiffsuntergang in den Tod geschickt werden.
In den deutschen Medien z.B. wurde nach einer Auswertung innerhalb eines Jahres von 25 überregionalen nur 3,4% über Länder der dritten Welt berichtet und ein Viertel davon über Afrika. Häufig erfahren wir nur durch Negativberichte über Naturkatastrophen, z.B. vom Ausland.
3. Folgen von Vorurteilen: Ausgrenzung
Das Leben farbiger Menschen ist von Ausgrenzungen bestimmt, in der Schule, in der Medien, in der Öffentlichkeit und im Bekanntenkreis. Dabei ist Toleranz gegenüber anderen Kulturen für ein friedliches Zusammenleben wichtig. Handlungen der rechten Szene beruhen auf Diskriminierungen, aus Machtgründen, nämlich die Ausländer zu vertreiben. In den meisten ostdeutschen Bundesländern ist den Rechten Köpfen dies gelungen (der Anteil der ausländischen Bevölkerung i liegt zwischen 1,7 und 2,4%). Da ein Rechtsstaat auf Grundlage der Menschenrechte funktioniert ist, wäre es staatswidrig nicht durch ein Polizeiaufgebot gegen sie anzugehen.
Politiker sollten dieses Thema nicht meiden, sie sollten klare positive Ziele für Einwanderung und Integration formulieren. Ähnliche Forderungen betreffen eine sachgerechte Berichterstattung der Massenmedien.
Der Staat sollte Multikulturalität und Integration als wichtige Bildungsziele formulieren, Antidiskriminierungsgesetzte erlassen oder benachteiligte Gruppen besonders fördern, was einen Einfluss auf die soziale Stellung von Minderheiten in der Gesellschaft haben und Benachteiligungen erschweren würde.
Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung: Vorurteile, Stereotypen, Feindbilder. Informationen zur politischen Bildung Bd.271, Bonn 2001
Boris Adrian, Klasse AG-99/6, Wilhelm-Normann-Berufskolleg Herford, Mai 2001