Berufskolleg des Kreises Herford
Bautechnik · Holztechnik · Farbtechnik und Raumgestaltung · Ernährung · Agrarwirtschaft
Hermannstraße 5 • 32051 Herford • Telefon 05221 / 13 2800 • 13 2801 • Telefax 05221 / 13 2849 • Email: info@wnb-herford.de

Bildungsgang:
Staatlich geprüfter Techniker - Bautechnik (Hochbau / Tiefbau)

Allgemeine Informationen

Seit über 25 Jahren bietet die Staatliche Fachschule für Bautechnik qualifizierten Handwerkern im ostwestfälischen Raum eine einmalige Chance für den beruflichen Aufstieg. Absolventen unserer Fachschule bekleiden heute leitende Funktionen im Baumanagement.
In den letzten Jahren wurde diese Schulform ständig innovativ verbessert und die Informations- und Kommunikationstechnik in die Unterrichtsfächer integriert. In vielen Bereichen gelten neue Normen europaweit. Dies bedeutet, den Anschluss an die rasante Weiterentwicklung in der Bauplanung und im Baumanagement Rechnung zu tragen und sicher zu stellen; für die Dozenten ist dieses eine Herausforderung, um mit den "neuen" Technologien Schritt zu halten.
Mit dem erfolgreichen Abschluss zum staatlich geprüften Techniker verbinden sich auch für Sie vielfältige Möglichkeiten und Vorteile:

Berufsbild und Ausbildungsziel

Die staatlich geprüften Techniker sind Führungskräfte des mittleren Managements. Sie gehören zur Führungsebene zwischen dem Architekten, dem Bau- oder Fachingenieur und dem Polier oder Meister. Ihre Aufgaben im Bereich des Hoch- und Tiefbaues sind vielfältig.

Die Handlungsfelder, die die Techniker innerhalb dieses Aufgabenspektrums eigenverantwortlich, selbständig und kooperativ abzudecken haben, variieren entsprechend der Aufgabenverteilung aller am Bauprozess beteiligten Personen und Institutionen. Die wichtigsten Handlungsfelder der Techniker der Fachrichtung Bautechnik sind:

Abschluss und Berechtigung

Bei erfolgreichem Abschluss der Fachschule wird die Berechtigung erworben, die Berufsbezeichnung "Staatlich geprüfte Technikerin" bzw. "Staatlich geprüfter Techniker" der Fachrichtung Bautechnik zu führen.
Durch eine zusätzliche schriftliche Arbeit können die Studierenden unter bestimmten Voraussetzungen die Fachhochschulreifeprüfung ablegen. Es wird damit ein unmittelbarer Übergang zur Fachhochschule möglich.

Meisterprüfung

Die Ausbildung ist so ausgelegt, dass in vielen Berufen bei ausreichender Praxis ohne Zusatzkurse während der Ausbildung die Meisterprüfung im Teil IV Berufs- und Arbeitspädagogik (ADA) abgelegt werden kann. Teil II (Fachtheorie) wird in vielen Berufen durch die Technikerprüfung ersetzt. Die Teilbereiche I (praktische Prüfung) und III (Wirtschaft) müssen weiterhin vor einer Kammer abgelegt werden.

Energieberater

Nach Abschluss der Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker besteht die Fortbildungsmöglichkeit zum Energieberater vor Ort. Die Maßnahme ist vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) anerkannt.

Ausbildungsdauer

Die Gesamtstundenzahl für Vollzeit und Teilzeit beträgt 2400 Unterrichtsstunden.

Vollzeit: Die Ausbildungsdauer beträgt in der Vollzeitform zwei Jahre.

Teilzeit: Die Ausbildungsdauer beträgt in der Teilzeitform in der Regel vier Jahre. Folgende Unterrichtstage sind dafür vorgesehen:

Montag abends ab 18:00 Uhr
Mittwoch abends ab 18:00 Uhr
Freitag ganztägig ab 07.40 Uhr

Eine Verkürzung unter bestimmten Voraussetzungen nach Prüfung der erworbenen beruflichen Qualifikationen ist möglich.

Inhalt der Ausbildung

Der Unterricht erfolgt nach den Stundentafeln und Lehrplänen des Schulministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Trennung nach den Schwerpunkten Hoch- und Tiefbau erfolgt nach der Hälfte der Ausbildungszeit.

Kurse

Neben dem in der Stundentafel aufgeführten Pflichtbereich von ca. 32 Unterrichtsstunden je Woche in der Vollzeit-Ausbildung steht ein Wahlbereich von ca. 4 Stunden je Woche zur Verfügung. Im Wahlbereich werden Stütz-, Förder- und Neigungskurse angeboten.

Fachschulexamen

Am Ende des Bildungsganges wird ein Fachschulexamen durchgeführt, mit dem die in dem Bildungsgang erworbene Gesamtqualifikation festgestellt wird. Nach Abschluss des Fachschulexamens wird eine Note ausgewiesen. Das Gesamtergebnis des Fachschulexamens lautet "bestanden" oder "nicht bestanden".

Ausstattung der Schule

Die Fachschule für Bautechnik ist in einem allen Anforderungen entsprechenden Gebäude untergebracht. U.a. sind vorhanden:

Moderne Klassenräume, Übungs- und Demonstrationsräume, Baustofflabor, Prüfgeräte für technologische Untersuchungen.

Im Bereich der Informationstechnik und der technischen Kommunikation vermitteln wir anhand moderner EDV- und CAD-Systeme die Basiskenntnisse, die für den Einstieg in ein erfolgreiches Berufsleben in der Baubranche erforderlich sind. Hier arbeiten wir mit hochleistungsfähigen Rechnern unter WINDOWS und MS-Office mit den darin enthaltenen modernen Büroprogrammen (Power Point, Excel, Word).
Im CAD-Bereich konstruieren wir Bauprojekte unter Verwendung von ALLPLAN. Wir sind bestrebt, soweit es die finanziellen Mittel zulassen, mit den aktuellen neuen Versionen zu arbeiten, um den Absolventen unserer Fachschule möglichst günstige Bedingungen für den Berufsstart zu bieten.

Aufnahmebedingungen

Förderungsmöglichkeiten

Ausbildungshilfen können gewährt werden:

Kosten

Schulgeld und Prüfungsgebühren werden nicht erhoben. Im Rahmen der Lernmittelfreiheit werden Bücher zum größten Teil kostenlos zur Verfügung gestellt. Für sonstige Lernmittel werden etwa 1.600 € (z.B. Computer) benötigt, die bei bestimmten Voraussetzungen von den Förderungsstellen erstattet werden.

Anmeldung

Das Schuljahr beginnt am 1. August. Unterrichtsbeginn ist nach Beendigung der Sommerferien. Die Anmeldung erfolgt zentral über das Internet bzw. per Anmeldeformular. Alle Bewerber erhalten hierzu Informationen direkt am Berufskolleg. Folgende Unterlagen sind einzureichen:

Rahmenstundentafel

Lernbereiche
Unterrichtsstunden
Fachrichtungsübergreifender Lernbereich
400 - 600
Deutsch/Kommunikation 1) 2)
80 - 160
Fremdsprache (Englisch) 1) 2)
80 - 160
Politik/Gesellschaftslehre 1)
80
Betriebs- und Personalwirtschaft
40 - 120
Fachrichtungsbezogener Lernbereich 1)
1800 - 2000
Bauplanung 1)
480 - 640
Baukonstruktion 1)
560 - 720
Baubetrieb 1)
320 - 440
Projektarbeit
160 - 320
Differenzierungsbereich 1)
0 - 200
z.B. Mathematik 1), Umwelttechnik, Energieberatung
Insgesamt mindestens
2400
1) Fächer zum Erwerb der Fachhochschulreife
2) Deutsch / Kommunikation und Fremdsprache müssen bei Erwerb der Fachhochschulreife zusammen mindestens 240 Unterrichtsstunden erteilt werden.