Berufskolleg
des Kreises Herford
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Staatlich geprüfter Techniker - Bautechnik (Hochbau / Tiefbau) | |
Allgemeine Informationen
Seit über 25 Jahren bietet die Staatliche Fachschule für Bautechnik qualifizierten Handwerkern im ostwestfälischen Raum eine einmalige Chance für den beruflichen Aufstieg. Absolventen unserer Fachschule bekleiden heute leitende Funktionen im Baumanagement.
In den letzten Jahren wurde diese Schulform ständig innovativ verbessert und die Informations- und Kommunikationstechnik in die Unterrichtsfächer integriert. In vielen Bereichen gelten neue Normen europaweit. Dies bedeutet, den Anschluss an die rasante Weiterentwicklung in der Bauplanung und im Baumanagement Rechnung zu tragen und sicher zu stellen; für die Dozenten ist dieses eine Herausforderung, um mit den "neuen" Technologien Schritt zu halten.
Mit dem erfolgreichen Abschluss zum staatlich geprüften Techniker verbinden sich auch für Sie vielfältige Möglichkeiten und Vorteile:
- Interessante Anstellungsmöglichkeiten in der Arbeitsvorbereitung, Kalkulation und Konstruktion, bei Architektur- und Ingenieurbüros, Behörden sowie bei Bauunter-nehmen in der Bauleitung und Überwachung,
- Verbindung praktischer Fertigkeiten mit umfangreichem theoretischen Fachwissen zur Bewältigung von neuen Herausforderungen und interessanten Aufgabenfeldern,
- Steigerung der Lebensqualität durch erhöhtes Ansehen und Verbesserung der Verdienstmöglichkeiten.
Berufsbild und Ausbildungsziel
Die staatlich geprüften Techniker sind Führungskräfte des mittleren Managements. Sie gehören zur Führungsebene zwischen dem Architekten, dem Bau- oder Fachingenieur und dem Polier oder Meister. Ihre Aufgaben im Bereich des Hoch- und Tiefbaues sind vielfältig.
Die Handlungsfelder, die die Techniker innerhalb dieses Aufgabenspektrums eigenverantwortlich, selbständig und kooperativ abzudecken haben, variieren entsprechend der Aufgabenverteilung aller am Bauprozess beteiligten Personen und Institutionen. Die wichtigsten Handlungsfelder der Techniker der Fachrichtung Bautechnik sind:
- Planung
- Konstruktion
- Kalkulation
- Vergabe von Bauleistungen
- Bauleitung und Bauüberwachung
- Objektbetreuung
Abschluss und Berechtigung
Bei erfolgreichem Abschluss der Fachschule wird die Berechtigung erworben, die Berufsbezeichnung "Staatlich geprüfte Technikerin" bzw. "Staatlich geprüfter Techniker" der Fachrichtung Bautechnik zu führen.
Durch eine zusätzliche schriftliche Arbeit können die Studierenden unter bestimmten Voraussetzungen die Fachhochschulreifeprüfung ablegen. Es wird damit ein unmittelbarer Übergang zur Fachhochschule möglich.
Meisterprüfung
Die Ausbildung ist so ausgelegt, dass in vielen Berufen bei ausreichender Praxis ohne Zusatzkurse während der Ausbildung die Meisterprüfung im Teil IV Berufs- und Arbeitspädagogik (ADA) abgelegt werden kann. Teil II (Fachtheorie) wird in vielen Berufen durch die Technikerprüfung ersetzt. Die Teilbereiche I (praktische Prüfung) und III (Wirtschaft) müssen weiterhin vor einer Kammer abgelegt werden.
Energieberater
Nach Abschluss der Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker besteht die Fortbildungsmöglichkeit zum Energieberater vor Ort. Die Maßnahme ist vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) anerkannt.
Ausbildungsdauer
Die Gesamtstundenzahl für Vollzeit und Teilzeit beträgt 2400 Unterrichtsstunden.
Vollzeit: Die Ausbildungsdauer beträgt in der Vollzeitform zwei Jahre.
Teilzeit: Die Ausbildungsdauer beträgt in der Teilzeitform in der Regel vier Jahre. Folgende Unterrichtstage sind dafür vorgesehen:
Montag abends ab 18:00 Uhr Mittwoch abends ab 18:00 Uhr Freitag ganztägig ab 07.40 Uhr Eine Verkürzung unter bestimmten Voraussetzungen nach Prüfung der erworbenen beruflichen Qualifikationen ist möglich.
Inhalt der Ausbildung
Der Unterricht erfolgt nach den Stundentafeln und Lehrplänen des Schulministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Trennung nach den Schwerpunkten Hoch- und Tiefbau erfolgt nach der Hälfte der Ausbildungszeit.
Kurse
Neben dem in der Stundentafel aufgeführten Pflichtbereich von ca. 32 Unterrichtsstunden je Woche in der Vollzeit-Ausbildung steht ein Wahlbereich von ca. 4 Stunden je Woche zur Verfügung. Im Wahlbereich werden Stütz-, Förder- und Neigungskurse angeboten.
Fachschulexamen
Am Ende des Bildungsganges wird ein Fachschulexamen durchgeführt, mit dem die in dem Bildungsgang erworbene Gesamtqualifikation festgestellt wird. Nach Abschluss des Fachschulexamens wird eine Note ausgewiesen. Das Gesamtergebnis des Fachschulexamens lautet "bestanden" oder "nicht bestanden".
Ausstattung der Schule
Die Fachschule für Bautechnik ist in einem allen Anforderungen entsprechenden Gebäude untergebracht. U.a. sind vorhanden:
Moderne Klassenräume, Übungs- und Demonstrationsräume, Baustofflabor, Prüfgeräte für technologische Untersuchungen.
Im Bereich der Informationstechnik und der technischen Kommunikation vermitteln wir anhand moderner EDV- und CAD-Systeme die Basiskenntnisse, die für den Einstieg in ein erfolgreiches Berufsleben in der Baubranche erforderlich sind. Hier arbeiten wir mit hochleistungsfähigen Rechnern unter WINDOWS und MS-Office mit den darin enthaltenen modernen Büroprogrammen (Power Point, Excel, Word).
Im CAD-Bereich konstruieren wir Bauprojekte unter Verwendung von ALLPLAN. Wir sind bestrebt, soweit es die finanziellen Mittel zulassen, mit den aktuellen neuen Versionen zu arbeiten, um den Absolventen unserer Fachschule möglichst günstige Bedingungen für den Berufsstart zu bieten.
Aufnahmebedingungen
- Abschluss der Berufsschule
- abgeschlossene Berufsausbildung in einem Bauberuf
- mindestens 1 Jahr Berufspraxis (für die Vollzeitausbildung)
- In der Teilzeitform kann die Berufspraxis bis zur Hälfte der vorgeschriebenen Zeit auch während des Schulbesuches erworben werden.
Förderungsmöglichkeiten
Ausbildungshilfen können gewährt werden:
- von den Ämtern für Ausbildungsförderung (Stadt- bzw. Kreisverwaltung) nach BaföG und Meister-BaföG (Infos zum Meister-BaföG im Internet unter www.meister-bafoeg.info)
- von den Berufsgenossenschaften
- von den Landesversicherungsanstalten
- vom Berufsförderungsdienst der Bundeswehr bei Soldaten auf Zeit
Kosten
Schulgeld und Prüfungsgebühren werden nicht erhoben. Im Rahmen der Lernmittelfreiheit werden Bücher zum größten Teil kostenlos zur Verfügung gestellt. Für sonstige Lernmittel werden etwa 1.600 € (z.B. Computer) benötigt, die bei bestimmten Voraussetzungen von den Förderungsstellen erstattet werden.
Anmeldung
Das Schuljahr beginnt am 1. August. Unterrichtsbeginn ist nach Beendigung der Sommerferien. Die Anmeldung erfolgt zentral über das Internet bzw. per Anmeldeformular. Alle Bewerber erhalten hierzu Informationen direkt am Berufskolleg. Folgende Unterlagen sind einzureichen:
- Zentrale Anmeldung bzw. Anmeldeformular
- Abschlusszeugnis der allgemeinbildenden Schule
- Abschlusszeugnis der Berufsschule
- Facharbeiterbrief
- Nachweis über die geforderte Berufspraxis
- Lebenslauf
- Foto
Rahmenstundentafel
| Lernbereiche |
Unterrichtsstunden
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| Fachrichtungsübergreifender Lernbereich |
400
- 600
|
| Deutsch/Kommunikation 1) 2) |
80
- 160
|
| Fremdsprache (Englisch) 1) 2) |
80
- 160
|
| Politik/Gesellschaftslehre 1) |
80
|
| Betriebs- und Personalwirtschaft |
40
- 120
|
| Fachrichtungsbezogener Lernbereich 1) |
1800
- 2000
|
| Bauplanung 1) |
480
- 640
|
| Baukonstruktion 1) |
560
- 720
|
| Baubetrieb 1) |
320
- 440
|
| Projektarbeit |
160
- 320
|
| Differenzierungsbereich 1) |
0
- 200
|
| z.B. Mathematik 1), Umwelttechnik, Energieberatung | |
| Insgesamt mindestens |
2400
|
| 1) Fächer zum Erwerb der Fachhochschulreife | |
| 2) Deutsch / Kommunikation und Fremdsprache müssen bei Erwerb der Fachhochschulreife zusammen mindestens 240 Unterrichtsstunden erteilt werden. |